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  • Writer's pictureJan Ammann

DIE ENTSCHEIDUNG

Mut und Beharrlichkeit

© Image by aopsan on Freepik
 


DIE ENTSCHEIDUNG.


Wie kommt man darauf Künstler zu werden? Was für eine bescheuerte Idee. Was willst DU denn machen? Purzelbäume auf dem Hochseil? Bilder malen? Deinen Namen tanzen? Kann man damit Geld verdienen? Sowas ist doch kein sicherer Job!

Lerne lieber was „Vernünftiges“

Vielleicht bist du es aber selbst, der sich genau diesen Fragen aussetzt und unsicher ist sich diesem Traum „Künstler sein“ zu stellen und ihn auch durchzuziehen. Denn eines braucht man definitiv für diesen Beruf: MUT und BEHARRLICHKEIT. Was ist denn eigentlich ein Künstler?


„Als Künstler werden heute in der bildenden Kunst, der angewandten Kunst, der darstellenden Kunst, der Literatur sowie in der Musik kreativ tätige Menschen bezeichnet, die als Arbeiten oder Kunstwerke bezeichnete Erzeugnisse künstlerischen Schaffens hervorbringen. Die Summe aller Arbeiten eines Künstlers wird als sein Werk bezeichnet.“


Das sagt zum Beispiel Wikipedia.


Das ist sehr präzise ausgedrückt und trifft den Kern.

Was diese Beschreibung allerdings nicht trifft, ist das was die Kunst macht.

Sie schafft Emotionen.

Sie löst etwas aus.

Sie bricht Tabus und greift gesellschaftskritische Themen auf.

Sie ist laut, leise, bunt, hell, dunkel, polarisierend.

Kunst muss „frei“ sein.

Sie hat eine Sonderstellung in unserer Gesellschaft und ist für unser Ansinnen „menschlich“ zu sein unverzichtbar.

Kunst ist und darf streitbar sein.


Jetzt kommt ein Satz wie ihn Forrest Gump sicher auch gesagt hätte:


Mama hat immer gesagt: “KUNST kommt von KÖNNEN. Nicht WOLLEN.

Sonst würde es ja WUNST heißen.„


Und so sehr mich dieser Satz immer wieder amüsiert hat. Mama hatte damit auch irgendwie Recht.


„Wir haben die Kunst damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen“ - Friedrich Nietzsche

Ein gutes Bespiel dafür, dass wenige Worte kunstvoll den Kern treffen und auch etwas in uns auslösen können.


Aber kommen wir doch wieder zurück auf das, was ich zu Beginn geschrieben habe.


Du möchtest Künstler werden. Bravo!

Auch wenn gerade im Jahr 2023 viele Fragen aufkommen, ob das eine taktisch kluge Entscheidung ist, sich in dieser „unsicheren“ Zeit für einen Beruf zu entscheiden der Gefühle vermittelt, nicht krisenfest ist und generell schon gerne mal als „brotlos“ bezeichnet wird.

Krise hin oder her. Bist/Wirst Du ein Künstler, dann kennst Du Krisen oder wirst sie früher oder später kennenlernen. Ich möchte fast schon sagen, dass Künstler von Krisen LEBEN, denn nur jene treiben dich voran und bringen Dich auf ein Niveau, welches Dein Publikum überrascht und berührt. Egal in welcher Branche das sein mag. Wenn ich so darüber nachdenke, müsste man eigentlich das Wort „Krise“ der Kunst gleichsetzen, denn sie umfasst zwar einen „temporär negativen“ Zustand, aber wechselt dieser Zustand entsteht meist etwas Wunderschönes. Wie nach dem Winter immer der Frühling kommt. Nur im Gegensatz zur Jahreszeit wissen wir nicht wie lange dieser Zustand anhält.


Die Entscheidung.


Ich glaube an dieser Stelle ist es von großer Bedeutung, dass man ehrlich mit sich selbst ist und einen Zustand erreicht der einem klar und deutlich zu verstehen gibt: JA ICH WILL.


Wie komme ich dahin?

Ich glaube Du spürst genau ob in Dir ein Künstler wohnt, der unbedingt seine Leinwand, Bühne oder Musik haben will, um sie mit anderen Menschen teilen zu wollen. Der experimentiert, probiert einen Weg zu finden, um sich auzudrücken und ständig an seinem eigenen Werk arbeiten möchte.


Weine, Tanze, Lache... und Liebe!

Bist du jung? Dann hast Du Zeit: gehe in Workshops. Messe Dich mit Menschen die besser sind als Du. Schaue zu ihnen auf und lerne. Nur so wirst Du besser. Durch Begeisterung und ein Umfeld was dich fordert und somit auch fördert.


Bist du der Beste in einem Kurs?

Dann wechsle zu einem Anderen bei dem du wieder im Mittelfeld landest. Arbeite Dich nach vorn und so kommst Du genau dahin, wo Du am Ende sein möchtest. Schritt für Schritt.

Es gibt genügend Menschen denen ein bisschen RUHM und EHRE reicht. Aber das sollte NIE Dein Ziel sein, wenn Du Erfolg als Kreativleister haben willst. Ruhm und Ehre gibt es auch in einer Karaoke Bar. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Du der Beste bist.


Singst Du gerne und hast Talent?

Dann nehme Unterricht und übe Dich.

Wie oft habe ich meinen Beruf verflucht, weil Kreativarbeit nicht gleich bedeutet, dass du alle Freiheiten hast die Du willst.

In meinem Fall ist Sänger/ Schauspieler zu sein ein richtiger Knochenjob, denn ich muss stetig auf mich Acht geben, Musik lernen und Inhalte vorbereiten, fit bleiben, richtig essen, eine Balance finden. Du bist oft dein eigener Manager, Lehrer und auch Arbeitgeber. Das muss man mit in seine Mischkalkulation einbeziehen, damit man sich am Ende nicht allzu sehr wundert über die Konsequenzen seiner Entscheidung.


Trotzdem möchte ich kühn behaupten:

Wenn Du jetzt Künstler wirst und Dich in diese Richtung bewegst, dann halte ich das für einen guten Schritt. Denn er ist MUTIG.


Und am Ende dieser politischen Regress Situation und gescholtenen Kulturlandschaft, wirst vielleicht genau DU derjenige sein, der vorbereitet zu einer Audition gehen kann, während die Anderen gerade erst wieder anfangen in den Unterricht zu gehen.


Viel Glück und vor allem Freude auf Deinem Weg.

Fröhlich bleiben nie vergessen.


Dein Jan




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